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Trainiere deine übersinnlichen Kräfte

Unsere Übersinne - also übersinnliche Fähigkeiten - zu trainieren, ist eigentlich gar nicht so schwer. Und es macht sogar Spaß. Das Problem ist nur, dass wir diese Sinne im Alltag nicht nutzen und wir deshalb nicht das Gefühl haben, dass sie überhaupt da sind. Würden wir sie mehr in unseren Alltag einbauen, könnten wir sie genauso selbstverständlich nutzen, wie unsere Körpersinne. Denn Sinne sind wie Muskeln. Man muss sie benutzen, um sie zu trainieren. Benutzt man sie nicht, verkümmern sie - genauso wie Muskeln. Und je mehr man sie benutzt, umso stärker werden sie natürlich.

 

Dass die Protagonisten in meinen Romanen mit übersinnlichen Kräften ausgestattet sind, ist kein Zufall. Dieses Thema hat mich schon immer fasziniert und ich hatte auch schon selbst manchmal Erlebnisse, die mich erstaunt haben. Die Kräfte der Lumenier z.B. sind nicht so abwegig, wie man zunächst denken mag. Für sie sind diese Kräfte ganz normal, weil sie sie täglich nutzen. Und womöglich können wir uns zu solch übersinnlichen Wesen hin entwickeln, wenn wir dies ebenfalls tun.

 

Um aber erst einmal einen Zugang zu diesen Sinnen zu bekommen, ist es wichtig, sie zu spüren und sie von den übrigen Sinnen (und vom Verstand) unterscheiden zu lernen. Man muss wissen, was ein Wunschgedanke ist und was eine Vision. Was ist Gedanke und was Intuition? Deshalb sollte man wirklich bei jeder Gelegenheit, die sich einem bietet, das Fühlen, das Einsetzen und das Unterscheiden dieser Sinne trainieren. Hier kommen ein paar Tipps, wie man diese Fähigkeiten im Alltag trainieren kann:

 

Höre auf dein Bauchgefühl!

 

Es klingt total simpel, aber es ist sehr wichtig! Wir alle haben schon dieses Bauchgefühl gehabt. Wenn wir einer Situation gegenüber standen und ein schlechtes Gefühl dabei hatten, hat es sich meist bewahrheitet, nicht wahr? Und wir alle kennen auch diese Situationen, in denen man ein schlechtes Gefühl hatte, aber dann doch lieber auf unseren Kopf gehört haben und hinterher schimpft man mit sich selbst:  "Hätte ich doch nur auf mein Gefühl gehört!"

Das Bauchgefühl ist die Intuition. Sie sagt einem immer, ob eine Situation gut oder schlecht für einen ist. Sie ist auch der perfekte Ratgeber für schwierige Entscheidungen. Aber oft bemerken wir die Intution gar nicht. Es ist nämlich ein ganz subtiles, feines Gefühl und wird leider oft von dem lauten Verstand übertönt, der alles besser zu wissen glaubt. Um die Intuition zu trainieren und  einen besseren Zugang dazu zu bekommen, hilft es, sich im Alltag auch bei kleinen Entscheidungen an das Bauchgefühl zu wenden und sich zu fragen: "Was sagt mein Bauch dazu?"

Wichtig ist, dass man dabei nicht dem Verstand lauscht. Denn der Verstand hat immer eine ganz laute Meinung zu allen Dingen. Man muss lernen, den Verstand außen vor zu lassen und mehr in die Stille hinein zu lauschen. In den Bauch hinein zu fühlen. Es ist ein bisschen so, als würde man tatsächlich lauschen und auf ein Signal warten. Stell dir vor, du bist bei Nacht in einem tiefen und dunklen Wald. Alles ist still. Es gibt keinen Laut. Und du versuchst jemanden aus der Ferne zu hören. Dies ist das Lauschen, das ich meine. Nur dass es sich nicht nach außen richtet, sondern nach innen. Du lauschst deinem Bauchgefühl. Der Verstand hat dabei nichts zu melden, denn der ist in diesem Moment nicht gefragt. Lausche dem leisen Gefühl in deinem Inneren. Mache das jeden Tag. In möglichst vielen Momenten. Zum Beispiel wenn du neue Menschen triffst. Frage dann deine Intuition, was sie zu diesem Menschen meint. Du wirst das ohnehin schon kennen: Bei manchen Menschen hat man einfach ein gutes Gefühle. Und bei anderen nicht. Versuche also, dieses Gefühl bewusst abzurufen. Richte deinen Fokus darauf. Immer wieder. Das kannst du auch bei Menschen tun, die einfach nur an dir vorbei laufen. Fühle in dich hinein, wie deine Intuition auf sie reagiert.

Je öfter du dies tust, umso deutlicher wirst du deine Intuition fühlen können und umso deutlicher kannst du sie auch irgendwann von deinem Verstand unterscheiden.

 

Außersinnliche Wahrnehmung

 

Etwas wahrnehmen zu können, das außerhalb deiner 5 Sinne liegt, nennt man ASW = außersinnliche Wahrnehmung. Auch diese kannst du im Alltag trainieren. Ein spaßiges Spiel, dass du immer mal wieder spielen kannst, ist das Farben raten. Nimm irgendein Kartenspiel, mische es gut durch, und lege es mit der Rückseite nach oben vor dich hin. Dann nimm die oberste Karte, drehe sie aber nicht um! Sieh dir nur die Rückseite an und versuche zu fühlen, welche Farbe die Ziffern oder Buchstaben auf der anderen Seite haben. Versuche auch hierbei, nicht den Verstand zu fragen. Er wird versuchen, logisch zu analysieren, was aber in diesem Fall absoult sinnlos ist. Versuche deinen Verstand hinten anzustellen und dich auf dein Gefühl zu konzentrieren. Fühlt es sich nach rot oder schwarz an? Du wirst vermutlich am Anfang lauter Fehltreffer landen, aber lass dich nicht entmutigen. Je öfter du dieses Spiel spielst, umso mehr kommt deine außersinnliche Wahrnehmung zum Vorschein. Denn sie merkt, dass sie gebraucht wird. Ein "Muskel", den du vorher nie (oder nur selten) benutzt hast, wird auf einmal beansprucht. Also wird er zum Vorschein kommen und wachsen. Je öfter du spielst, umso mehr Treffer wirst du haben. Und irgendwann kannst du auch direkt spüren, wie sich dieser Sinn anfühlt und wie er sich vom Verstand unterscheidet. Das kann man in Worten kaum beschreiben, aber du wirst den Unterschied spüren.

Wenn du schon ein bisschen fortgeschritten bist, kannst du auch Bilder wahrnehmen, die sich auf den Karten befinden. Bube, Dame, König usw. Und du kannst irgendwann sogar Karten "erraten", wie die Euphoria-Tarot oder Fankarten. Du wirst dann spüren, welches Bild sich auf der Rückseite verbirgt. Du wirst fühlen, ob es sich um Alea handelt, um Taro oder um den Palast oder den Kristall. Fange aber klein an, damit dein Sinn nicht überfordert wird und du irgendwann frustriert alles hinschmeißt. Kleine Erfolge sind wichtig, damit du dich steigern kannst. Es ist ähnlich wie beim Sport. Da fängt man ja auch nicht mit der 100Kg-Hantel an, sondern mit einer 8Kg-Kugelhantel vielleicht.

Was bei diesem Spiel auch gut hilft, ist ein Memory-Spiel. Dabei werden ja alle Karten verdeckt auf einen Tisch gelegt und du musst zunächst erst einmal eine Karte aufdecken und dann ihren Zwilling finden. Versuche zu spüren, wo sich der Zwilling befindet. Schaue alle Karten an und versuche, ein Gefühl zu entdecken, das dir verrät, wo der Zwilling ist. Dadurch lernst du diesen Sinn sehr gut kennen. Irgendwann, wenn du schon einige Karten aufgedeckt hast, schaltet sich natürlich dein Verstand ein und merkt sich, wo welche Karte liegt. Deshalb mische die Karten immer wieder, damit dein Verstand sich ausklinkt.

 

Weitere Trainingsmöglichkeiten findest du im ganz normalen Alltag. Versuche zum Beispiel zu fühlen, welche Farbe das nächste Auto hat, das um die Ecke biegt. Oder wenn du öfter in ein bestimmtes Geschäft gehst und du die Mitarbeiter schon kennst, versuche zu fühlen, welcher der Mitarbeiter gerade an der Kasse sitzt, bevor du hinein gehst. Frage ganz bewusst nicht deinen Verstand, sondern wirklich nur dein Gefühl. Wenn das Telefon klingelt, frage deine Intuition, wer dran ist, bevor du auf das Display schaust. Versuche zu sehen, was auf einem Fernsehkanal läuft, bevor du umschaltest oder fühle nach, bevor du einkaufen gehst, wie viele Packungen deiner Lieblingspizza noch im Kühlregal stehen. Wenn du dann dort bist, zähle nach.

 

Wie gesagt, es gibt unzählige Trainingsmöglichkeiten. Wichtig ist nur, dass du am Anfang nicht verzweifelst, weil du ständig falsch liegst. Dieser Übersinn, den du zu nutzen versuchst, lag fast dein ganzes Leben lang brach. Und nun muss er erst mal gestärkt werden. Das geht nur, indem du ihn nutzt. Immer und immer und immer wieder. Auch wenn du falsch liegst. Nutze ihn wieder. Hör nicht auf damit. Irgendwann liegst du richtig. Und irgendwann kannst du fühlen, wie sich dieser Sinn anfühlt, wenn er dir die Antworten gibt. Ein verkümmerter Muskel muss erst einmal trainiert werden. Und das braucht viel Zeit und Übung. Doch vor allem braucht es Disziplin und konsequentes Dranbleiben. Wenn du es nur ein paar Mal versuchst, aber dann die Hanteln wieder liegen lässt, wird auch der Muskel wieder zurückgehen. Wie gesagt: Er kommt nur zum Vorschein, wenn er benutzt wird!

 

Im nächsten Teil dieser Blog-Artikel Serie werde ich noch weitere Trainings-Tipps vorstellen. Und dann geht es auch um andere Fähigkeiten. Zum Beispiel Empathie, Gedankenlesen oder Psychokinese.

Ich hoffe, der Artikel hat dir gefallen. Wenn du willst, schreibe mir gern deine Erfolge. Mich würde sehr interessieren, wie weit du deine Sinne schon entwickeln konntest.

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