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Die Macht der Hingabe

Wie wir wissen, steht beim Erschaffen immer das Gefühl im Vordergrund. Wir erschaffen den Zustand, in dem wir uns befinden. Um also Glück zu erschaffen oder Reichtum, müssen wir uns in einen Zustand von Glück und Reichtum begeben. Viele Menschen empfinden gerade das als schwierig, da die Umstände zu diesem Glück bzw. Reichtum (noch) nicht passen. Man befindet sich (noch) in ärmlichen, unglücklichen Verhältnissen und muss sich glücklich und reich fühlen.

Das ist jedoch gar nicht so schwer, wenn man diese Gefühle unabhängig von den Umständen fühlt. Das ist das Prinzip von Euphoria. Man lässt die Umstände sein, wie sie sind und begibt sich unabhängig davon in den Zustand der Erfüllung. Unabhängig bedeutet, dass man das Gefühl, das man jetzt in diesem Moment fühlen will, nicht von den Umständen abhängig macht. Das Gefühl, für das man sich entscheidet, ist frei davon. Und frei davon bedeutet auch, dass man nicht die Absicht verfolgt, die Umstände mit diesem Gefühl zu verändern. Erst, wenn du ein Gefühl wirklich unabhängig von den Umständen fühlst, erkennst du, wie frei deine Gefühle sind.

Den momentanen Umständen einfach mal den Rücken zukehren und dich trotzdem und unabhängig davon reich und glücklich zu fühlen, zeigt dir auch, wie frei du bist. Frei in deiner Entscheidung, fühlen zu können, was immer du willst. Und frei, dich in jeden beliebigen Zustand zu begeben.

Dabei musst du den Zustand oder das Gefühl nicht einmal erschaffen. Das Gefühl existiert schon längst. Du musst nichts weiter tun, als dich diesem Gefühl hinzugeben.

Die totale Hingabe an das Gefühl ist der Schlüssel zum Zustand der Erfüllung. Den Zustand, der die Schöpfung verursacht. Den Zustand, den du die ganze Zeit erreichen willst. Wenn du dich einem Gefühl vollkommen hingibst, verschmilzt du damit und wirst zu dem Gefühl. Du wirst zum Zustand der Erfüllung.

Aber wie funktioniert Hingabe? Hingabe läuft nicht über den Verstand. Und man kann sie auch nicht machen. Sie ist das absolute Gegenteil von Kontrolle. Hingabe an ein Gefühl bedeutet, man gibt sich (das Selbst) einem Gefühl hin. Das Selbst löst sich also darin auf und wird zu dem Gefühl. Es wird zu einem einzigen Ausdruck davon. Vielleicht hast du schon mal Situationen erlebt, in denen du dich regelrecht aufgelöst hast. Du warst so in etwas versunken, dass es kein »Ich« mehr gab, sondern nur noch das Gefühl. Wenn man gern kreativ ist, kann man so etwas oft erleben. Man verliert sich in der Kreativität und lässt die Kreativität die Zügel übernehmen. Ein Künstler zum Beispiel, der ein Bild malt und sich vollkommen dem Malen hingibt, verliert sich darin. Die Kunst selbst übernimmt die Zügel und lässt den Künstler die Bewegungen ausführen, die zu dem perfekten Gemälde führen. Der Künstler selbst war quasi nicht beteiligt. Er hatte sich dem Akt des Malens hingegeben und sich darin aufgelöst. Sein Körper war nur noch das Instrument, durch das die Schöpfung geschah.

Übertragen wir das mal auf Euphoria: Sich einem Gefühl hinzugeben, ist dasselbe. Es bedeutet, sich darin aufzulösen und sem Gefühl die Zügel in die Hand zu geben. Es wird dann deinen Körper als Instrument nutzen, um Schöpfung geschehen zu lassen. Wenn wir mit dem "Ich" aus dem Weg gehen und dem Gefühl die Führung überlassen, führt es uns zu seinem perfekten Ausdruck. Gibst du dich zum Beispiel dem Gefühl des Reichtums hin, übernimmt das Gefühl und du wirst davon zu den Handlungen geführt, die Reichtum zum Ausdruck bringen - also Wirklichkeit werden lassen. Dasselbe geschieht mit jedem anderen Gefühl. Gibt man sich dem Gefühl der Gesundheit hin, übernimmt dieses Gefühl und führt dich (den Körper) zum Zustand der Gesundheit - also zu seinem perfekten Ausdruck. Du wirst zum Ausdruck von Gesundheit, wenn du dich dem Gefühl von Gesundheit vollkommen hingibst. Du wirst zu den richtigen Informationen geführt und dein Körper wird zu einem Instrument, das Gesundheit perfekt ausdrücken kann. Du musst weder das Gefühl noch den Zustand erschaffen. Die Schöpfung geschieht durch die Hingabe.

Ein Gefühl in sich hervorzurufen und in diesem Gefühl vollkommen zu versinken bzw. aufzugehen, ist ein wichtiger Bestandteil des Euphoria-Spiels. Durch das Gefühl begeben wir uns in den Zustand der Erfüllung. Das Wort "Hingabe" beschreibt perfekt, wie man beim Spielen vorgehen sollte. Das "Ich" und die Kontrolle über die Realität sind nicht wichtig dabei. Im Gegenteil. Diese beiden Aspekte sind eher hinderlich. Was die Schöpfung geschehen lässt, ist der Zustand, in dem man sich befindet. Und ein Zustand, in dem man die Kontrolle aufgegeben hat und das "Ich" dem Gefühl hingegeben wurde, ist die totale Erfüllung. Stell dir einfach vor, in welchem Zustand du wärst, wenn JETZT in diesem Moment dein größter Wunsch wahr wäre. Jetzt in diesem Augenblick hast/bist du genau das, was du immer wolltest! Wenn du den Zustand - in dem du dann bist - einmal beschreibst, wirst du folgende Dinge erkennen:

  • Keine Kontrolle (du hast nicht das Bedürfnis irgendetwas zu kontrollieren, denn der Wunsch ist ja bereits wahr - wozu also noch Kontrolle?)
  • Keine Absicht (wozu die Absicht, dein Ziel zu erreichen, wenn du schon da bist?)
  • Kein Kampf (wer würde eine Realität bekämpfen oder Widerstand dagegen aufbauen wollen, die absolut fantastisch ist?)
  • Hingabe an das Glück (du befindest dich in einem seligen Glückszustand, dem du vermutlich auf jede erdenkliche Weise Ausdruck verleihst. Du BIST die absolute Freude. Und du BIST das Gefühl der Erfüllung. Wenn es Reichtum ist, den du dir gewünscht hast, bist du nun vollkommen in das Gefühl des Reichtums eingedrungen. Du BIST reich bedeutet: Du BIST Reichtum. Du BIST gesund bedeutet: Du BIST Gesundheit. Und du BIST glücklich heißt: Du BIST der Zustand des Glücks.

 

All diese Punkte machen das Euphoria-Spiel aus. Es sind die Spielregeln (1. Kein Kampf, 2. Absichtslosigkeit, 3. Glücksgefühle), die dich in den Zustand der Erfüllung bringen. Mit der 3. Spielregel ist die Hingabe an das Gefühl gemeint. Das Gefühl der Erfüllung.

Wie man sich einem Gefühl so vollkommen hingibt, ist mit dem Verstand kaum zu beschreiben oder zu begreifen. Es ist wie gesagt nichts, das man machen kann, sondern eher etwas, das geschieht, wenn man sich (das "Ich") an das Gefühl abgibt und darin versinkt bzw. damit verschmilzt. Ich habe vor Kurzem beschlossen, kein verstandesorientiertes Training mehr in Bezug auf Euphoria anzubieten. Die Nachfrage nach Konzepten und Anleitungen für den Verstand war immer groß, doch "Euphoria" läuft nicht über den Verstand, sondern über die Gefühlsebene. Man kann dem Verstand nicht sagen: "Gib dich jetzt dem Gefühl hin". Damit weiß er nichts anzufangen. Es ist eher so, dass der Verstand aus dem Weg gehen muss, wenn man sich einem Gefühl hingibt.

Meine Arbeit konzentriert sich in Zukunft ausschließlich auf die Gefühlsebene. Auch die Programme für die "Hingabe" konzentrieren sich ausschließlich auf das Fühlen und nicht auf das Begreifen, Machen oder Kontrollieren. Hingabe bedeutet, die Kontrolle loszulassen, das Machen loszulassen und den Verstand an die Seite zu stellen, damit der Weg frei ist für das Gefühl. Die "Hingabe"-MP3s sollen dabei helfen. Denn die Hingabe ist - auch wenn man die Kontrolle aufgibt - der Schlüssel zur Schöpfung. Das klingt für den Verstand paradox. Die Kontrolle aufgeben, um die Realität zu kontrollieren? Aber genauso funktioniert es. Durch die Hingabe SIND wir, was wir uns wünschen. Und dieser Zustand wird in der Realität erschaffen.

Probiere es einfach aus - wenn auch nur für einen Augenblick - dich einem Gefühl vollkommen hinzugeben. Du wirst sehen, wie schnell die Realität darauf reagiert.

Hier aber noch ein Hinweis: Auch negative Gefühle, wie Schmerz und Traurigkeit, wollen gefühlt werden. (Das erlebe ich gerade aktuell, da wir in der Familie einen Verlust erlitten haben) Es gibt hierzu ein interessantes Phänomen. Wenn man sich dem Gefühl der Traurigkeit vollkommen hingibt und es dem Gefühl erlaubt wird, sich Ausdruck zu verleihen, löst es sich innerhalb kürzester Zeit auf! Dann kehrt wieder Frieden ein. Sich also einem negativen Gefühl hinzugeben und ihm zu erlauben, da zu sein, heißt nicht, dass man es damit erschafft. Oder dass man damit Situationen erschafft, die erneut Traurigkeit auslösen. Man erlaubt dem Gefühl lediglich, sich aufzulösen. Ich habe einmal darüber nachgedacht, warum man Positives durch die Hingabe erschaffen kann, Negatives aber nicht. Und dieser Gedanke deckt sich mit der Erkenntnis, die ich in diesem Artikel beschrieben habe: "Glücksgefühle sind nicht positiv".

Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit "Euphoria" und allem, was dazu gehört!

Namasté