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Die Wahrheit über das gesetz der Anziehung

Ich benutze nicht gern das Wort Wahrheit, weil es so viele davon gibt. Aber in diesem Artikel will ich die Erkenntnisse aus all meinen Büchern mal zusammenfassen, um ein Verständnis von diesem Konstrukt zu bekommen, das wir Realität nennen. Und auch, um zu verstehen zu geben, was es mit diesem Gesetz der Anziehung auf sich hat, das die Realität gestaltet. Also los gehts...

 

01. Das Universum ist nicht da draußen - Nein, es ist tatsächlich in DIR. Und je nachdem, wie du das Universum betrachtest, bist du darüber entsetzt oder erfreut. Neutral betrachtet ist es aber einfach die letztendliche Erkenntnis darüber, was die Realität ist und warum wir Einfluss darauf haben. Überlege mal, warum Wünsche immer dann wahr werden, wenn wir sie loslassen. Weil wir dann aus dem Zustand des Mangels heraus treten. Das Universum muss nicht darum gebeten werden, uns unsere Wünsche zu erfüllen. Es zeigt uns unseren Zustand. Wenn wir wünschen, ist dieser Zustand im Mangel; wenn wir den Wunsch loslassen, hört der Mangel auf. Deshalb wirkt die Absichtslosigkeit - weil wir nicht beabsichtigen, einen neuen Zustand herbeizuführen, sondern dieser Zustand sofort SIND. Ohne Umwege. Das Universum ist, was wir sind, weil es nicht da draußen stattfindet, sondern in uns. Du steckst nicht in einem Körper, der Körper ist in dir. Der Raum, in dem du dich zu befinden glaubst, befindet sich in dir. Auch diese Worte und ich, die sie gerade schreibt, finden in dir statt. Du liest sie nicht zufällig. Sie sind für dich bestimmt, weil sie in dir passieren.

 

02. Du kannst nichts verändern, das du als von dir getrennt wahrnimmst. Erinnerst du dich? Das sind Taros Worte. Und er hat recht. Wenn du die Welt da draußen von dir trennst, musst du ungeheure Kraft aufwenden, um eine Veränderung herbeizuführen - und in den meisten Fällen wird dieser Kraftaufwand nicht genügen. Du versuchst ein Spiegelbild zu verbiegen! Je mehr Kraft du aufwendest, umso anstrengender wird es. Je mehr Widerstand du gegen die Realität aufbaust, umso mehr Widerstand wird sie dir entgegen bringen. Je mehr Kontrolle du über sie ausüben willst, umso mehr wird sie außer Kontrolle geraten. Je mehr du sie festhalten willst, umso mehr wird sie dir aus den Fingern rinnen. Die Veränderung beginnt in dir. Weil das alles in dir ist. Wenn du Kontrolle willst, lass die Kontrolle los. Klingt paradox? Schau in den Spiegel. Das Bild, das du da siehst, ist nicht von dir getrennt. Es scheint nur so. Wenn du ein Lächeln sehen willst, musst du lächeln. Du kannst den Spiegel nicht dazu zwingen, ihn manipulieren oder kontrollieren. Du musst sein, was du sehen willst. Die Veränderung beginnt in dir, weil es nur dich gibt.

 

03. Schuld und Verantwortung sind Konstrukte, die dir nicht helfen, sondern dir schaden. Du bist nicht schuld an der Misere in deinem Leben oder in der Welt. Aber genauso wenig ist es jemand anderes. Alles, was ist, ist aus der Gesamtheit aller Dinge entstanden. Wenn also jemand verantwortlich ist, dann ist es alles. Und nicht ein einzelner Aspekt dieser Gesamtheit. Dennoch bist du aus dieser Gesamtheit entstanden. Du bist ein Teil davon und gleichzeitig ist diese Gesamtheit in dir. Du bist ein Fragment des Ganzen und das Ganze ist IN diesem Fragment. Wie in einem Hologramm. Wenn man ein Stück aus einem Hologramm ausschneidet, ist das ganze Hologramm noch in diesem Stück enthalten. Das Stück ist nicht schuld an dem, was alles in diesem Hologramm passiert, aber jetzt kommt es: Es hat Einfluss darauf. Warum? Weil das ganze Hologramm IN dem Stück ist. Das Fragment kann also das Ganze beeinflussen, indem es sich selbst verändert. Weil das Ganze sich in dem Fragment befindet und das Fragment damit das Ganze ist. Kennst du die Analogie von dem Tropfen und dem Meer? Es zeigt die Vorstellung, dass du ein Teil des Meeres bist und als Tropfen existierst. In Wirklichkeit ist dieser Tropfen aber nie aus dem Meer heraus geholt worden, so dass er als Tropfen existieren könnte. Er ist immer noch das Meer und "träumt" nur, ein Tropfen zu sein. Dass du irgendwann ins Meer zurückkehrst, ist eine Illusion. Du hast es nie verlassen. Du träumst den Traum der Trennung. Und in diesem Traum können auf Grund des Trennungsschmerzes schlimme Dinge geschehen, weil nicht alle Tropfen verstehen, dass sie immer noch das Meer sind. Wenn du das erkennst, hast du die Ursache von Leid verstanden. Aber dieses Leid kannst du beenden, wenn du die Trennung aufhebst.

 

04. Die Welt als Traum. Ist es zu abwegig für dich, dass die Welt ein Traum ist? Was ist denn ein Traum? Was passiert, wenn du nachts träumst? Dein Innenleben zeigt sich symbolisch in einer Szenerie. Wenn du dann aufwachst, kannst du diese Szenerie deuten und versuchen zu verstehen, was die Symbolik im Traum dir sagen wollte. Es hat immer etwas mit dir und deinem Leben zu tun. Was ist die Realität? Dein Innenleben spiegelt sich in einer Szenerie. Es ist nichts Anderes. Wenn du bewusst träumst - also einen luziden Traum hast - kannst du ihn auch bewusst steuern. Genauso ist es, wenn du in dieser Welt immer bewusster wirst. Du kannst Einfluss auf die Szenerie nehmen. Aber nicht indem du versuchst, sie zu kontrollieren. Denn dann würdest du sie von dir trennen und die Kontrolle verlieren. Dieser Traum findet in dir statt und die Szenerie ist dein Innenleben. Kontrolle findet durch dein Sein statt.

 

05. Die Polarität ist eine Illusion. Die Gegensätze Gut und Böse existieren nicht. Alles ist nur Schwingung, die interagiert. Wenn du in der Bewertung von Gut und Böse verharrst, befindest du dich in einem Pendelspiel von Leid. Du strebst das eine an und bekämpfst das andere. Beides verursacht Leid und Mangel. Die "One"-Reihe handelt von diesem illusorischen Spiel der Gegensätze. Doch am Ende erkennen die Protagonisten, dass es eben nur ein "Spiel" war - eine Illusion, die auf dem Glauben begründet war, dass es Gut und Böse gibt. In dem Moment, in dem erkannt wird, dass dieses Spiel ein Trugbild ist, hört der Kampf auf. Leid endet. Und es wird erkannt, dass es nur eins gibt: Dich. Und von dir gibt es keinen Gegenpol.

 

06. Du bist Liebe. Früher konnte ich mit diesem Spruch nicht viel anfangen. Mittlerweile habe ich es aber selbst erkannt und möchte es in diese Sammlung von Erkenntnissen aufnehmen: Du bist Liebe. Das warst du immer und wirst es immer sein. Du trägst nur eine Maske namens "Ego", durch die du der Illusion der Trennung verfallen bist. Du fühlst dich getrennt von Menschen, getrennt von der Erfüllung deiner Wünsche, getrennt vom Universum. Aber hinter dieser Maske bist du ALLES. Und alles ist Liebe. Leid entsteht durch die Vorstellung, davon getrennt zu sein. Wenn alle diese Maske abnehmen würden, wäre die Welt ein Paradies. Wo sollte dann noch Leid herkommen? Oder Kampf? Es muss dann nichts mehr be- oder erkämpft werden. Es muss nicht mehr das Glück angestrebt werden, weil du dieses Glück bist und die Welt dein Glück widerspiegelt. Tritt einmal einen Schritt zurück und beobachte diese Maske von einem äußeren Standpunkt aus. Dann siehst du, dass sie nur eine Illusion ist, die dich glauben lässt, eine getrennte Person zu sein. Von diesem Standpunkt aus kannst du erkennen, was du wirklich bist: LIEBE

 

Und was hat das alles mit dem Gesetz der Anziehung zu tun? Das Gesetz der Anziehung gehört zu diesem Traum von der Realität. Es besagt, dass du das anziehst, was du mit deinen Schwingungen aussendest. Dies impliziert aber, dass du scheinbar ein getrenntes Wesen bist, das erst etwas nach draußen senden muss, um es dann von draußen wieder zurück zu bekommen. Diese Vorstellung trennt dich von der Gesamtheit aller Dinge.

Hier ist mal ein Zitat von Suzanne Segal"Auf die Frage, wer ich bin, gibt es nur eine Antwort: Ich bin das Unendliche, die unendliche Weite, welche die Substanz aller Dinge ist. Ich bin niemand und zugleich jedermann, nichts und alles - genau wie du."

Tatsächlich bist du nicht getrennt von der Unendlichkeit, aus der alles entspringt. Du bist nicht getrennt von dem Universum. Das Gesetz der Anziehung ist zu Beginn hilfreich, um die Erkenntnisreise anzutreten und zu verstehen, dass das Außen mit dir interagiert. Aber durch die Vorstellung davon, dass du getrennt vom Universum bist, gerätst du in den Drang, das Universum da draußen zu manipulieren, es zu verändern, es zu kontrollieren. Du verfolgst diese Absichten und findest aus den Absichten nicht heraus, weil das Universum deine Absichten widerspiegelt - und nicht das, was du beabsichtigt hast. Das Universum ist dein Sein. Du musst irgendwann einen Schritt weiter gehen. Über die Vorstellung hinaus, dass das Universum auf dich reagiert. Denn es ist nicht getrennt von dir. Es reagiert nicht nur auf dich, es ist die direkte Spiegelung und Symbolik deines Innenlebens. Was da draußen passiert, passiert in Wirklichkeit in dir. Wenn du über das Gesetz der Anziehung hinaus gehst, verfolgst du keine Absichten mehr das Universum zu verändern. Du hältst an, kehrst nach innen und hast nur noch einen Wunsch: Zu SEIN. Glücklich zu sein. Hier und Jetzt. Nicht, um das Universum damit zu verändern, sondern einfach nur, um das zu sein, was du wirklich bist. Liebe. Freude. Ekstase. Dann wird das Universum dir diesen Zustand widerspiegeln.

Ich behaupte nicht, dass das einfach ist. Über das Ego und das Gefühl der Trennung hinauszugehen ist eine Herausforderung. Aber ich versuche dir mit allem, was ich tue, dabei behilflich zu sein. Das Spiel der Götter führt genau zu dieser Erkenntnis. Denn wenn alle Absichten losgelassen werden (2. Spielregel) und das Kämpfen aufhört (1. Spielregel), kannst du SEIN, was immer du willst (3. Spielregel).

Namasté