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Erkenntnisreisen - Abenteuer des Lebens

Wir alle befinden uns auf einer Reise. Einer Reise, die uns zu uns selbst zurück führt - zu dem, was wir wirklich sind. Diese Reise ist oft recht holprig, manchmal schmerzhaft und turbulent und doch ein abenteuerlicher Ritt durch eine gehemnisvolle Landschaft, die wir Leben nennen. Wir sind uns oft gar nicht bewusst darüber, dass wir uns selbst mit jedem Schritt, den wir gehen, ein Stück näher kommen. Selbst mit den Schritten, die wir Fehler nennen und mit jenen, die uns zu Fall bringen. Wir können auf dieser Reise nicht scheitern, denn die Reise zu uns selbst ist das natürliche Streben des Lebens. Es ist der essenzielle, nach Ausdehnung und Ent-wicklung strebende, Drang des Universums - und wir sind ein Teil dessen.

Unsere Reisen sind alle unterschiedlich. Aber sie führen alle zu dem einen großen Ziel: Die Erinnerung an unser wahres Selbst. Wir mögen unterschiedliche Wege gehen, aber unsere Wege berühren sich. Jeder Weg ist mit dem anderen verbunden. Wir lernen voneinander, begegnen uns, tauschen unsere Erfahrungen aus, erkennen, was der andere erkannt hat und schreiten mit diesen neuen Einblicken weiter auf unserem Weg voran. Wir lernen jeden Tag und verändern uns in jedem Moment. In einer Minute sind wir nicht mehr das, was wir eben noch waren. Morgen werden wir nicht mehr sein, was wir heute sind, denn morgen wurde eine weitere Seite unserer Geschichte geschrieben. Unsere Erlebnisse, Begegnungen, Gedanken und Gefühle auf diesem Weg verändern uns, tragen zu unserem Weg bei und damit zu der Rückkehr zu uns selbst. Jeder geht seinen eigenen Weg, doch wir gehen ihn alle zusammen. Kollektiv.

Wir sind wie unzählige einzelne Geschichten, die Teil einer großen, kollektiven Geschichte sind. Jede Geschichte beeinflusst die anderen Geschichten, und alle Geschichten zusammen beeinflussen jede einzelne, denn sie hängen alle miteinander zusammen. Man kann sie einzeln betrachten, doch letztlich sind sie EINS. Meine Geschichte wurde maßgeblich von Geschichten anderer beeinflusst und dabei handelt es sich nicht nur um Geschichten aus dem wahren Leben. Meine Entwicklung machte durch die Geschichten, die ich selbst erfand und schrieb, einen gewaltigen Sprung.

Was wir erleben, formt uns. Ob dies wahre Erlebnisse sind oder Erlebnisse der Fantasie, spielt keine Rolle. Ich habe durch Lucys Augen gesehen und erkannt, was sie erkannt hat. Ich habe den Schmerz von Taro erlebt und den Weg hinaus gefunden. Ich habe Aleas Wesen gefühlt, in die Gedanken der Königin von Lumenia gesehen und das Land der Götter betreten, es gefühlt und erlebt. Das alles hat mich verändert. Das alles hat zu meinem Weg beigetragen, zu meiner Entwicklung und Entfaltung. Jemanden beim Aufwachen und Erkennen zu erleben - ob real oder nicht -  ist wie das eigene Aufwachen und Erkennen. Was wir erleben, formt uns. Und es formt das Kollektiv. Was wir erkennen, ist ein Teil kollektiver Erkenntnis. Unser Weg ist ein Teil des großen Weges. Wir sind eingebunden in das Ganze. Unsere Geschichte ist ein Teil der großen Story dieser Welt, wie auch Mia erkannt hat. Und die Geschichten, die wir lesen (oder schreiben) sind ein Teil unserer eigenen Geschichte, denn auch diese Geschichten beeinflussen uns.

So, wie die Götter in "Euphoria" zurückkehren und sich an ihr wahres Selbst erinnern, können auch wir uns erinnern. Stück für Stück. Und wir sind gerade mitten drin in diesem Prozess der Rückkehr. So, wie Mia erkannt hat, dass sie weder gut noch böse ist, können auch wir die Polarität unseres Denkens auflösen und zu unserem wahren Selbst zurückkehren, das jenseits von Gut und Böse ist. Wir können durch andere miterleben und mitfühlen, wie sich die Illusionen auflösen und erkennen, wer wir wirklich sind - selbst, wenn es sich bei den anderen "nur" um Protagonisten einer Geschichte handelt. Denn letztendlich sind auch wir "nur" Protagonisten in einer Geschichte. In unserer Geschichte. Deswegen schreibe ich Geschichten. Ich liebe es, in die Erlebnisse und Wahrnehmungen anderer einzutauchen, durch ihre Augen zu sehen und neue Dinge zu erkennen. Wenn wir nur durch unsere eigenen Augen sehen, durch unseren eigenen Wahrnehmungfilter, sehen wir immer nur unseren eigenen, begrenzten Ausschnitt der Realität. Doch wir sind nicht allein. Wir sind nicht nur Einzelwesen - wir sind ein Kollektiv. Wir können durch die Augen anderer sehen, die Erlebnisse teilen und daran wachsen.

Wie wertvoll diese Empathie ist, habe ich erst in den letzten Jahren gelernt. Durch die Augen und die Wahrnehmung anderer zu sehen und zu erleben, ermöglicht einem eine unglaubliche Weitsicht. Es führt zu Erkenntnissen, die alles übersteigen, was man sich vorstellen kann. Was ich durch die Erlebnisse meiner Protagonisten erlebt habe, kann ich kaum in Worte fassen. Sie haben mich Blickwinkel erleben lassen, die unbeschreiblich bereichernd für meine eigene Sicht der Welt waren. Selbst das Hindurchblicken durch die Augen des Teufels (Rece/Angor) war ein Erkenntnissprung. Ich schreibe absichtlich aus der Perspektive jedes einzelnen Protagonisten, denn sie alle haben unterschiedliche Sichtweisen, andere Gedanken, andere Gefühle, andere Geschichten. Es ist ein Wahrnehmungsreichtum, der mich immer weiter wachsen und immer mehr erkennen lässt.

Oft werde ich gefragt. warum ich so viel schreibe. Und ich denke, dass man mich genauso gut fragen könnte, warum ein Baum "so viel" wächst. Der Grund ist genau DAS. Ich blicke durch die Augen von Marin, von Lucy, von Nikolas, von Mia, Ramon und Rece und lege dadurch immer mehr von den Begrenzungen meiner Sicht ab - ich wachse. Um es genauer auszudrücken: Ich erinnere mich an mein wahres Selbst durch die Augen anderer. Und ich möchte, dass auch andere durch diese Augen blicken und all diese Dinge erkennen können. Ja, deswegen schreibe ich.

Das ist meine Geschichte. Und sie ist Teil deiner Geschichte. Genauso, wie deine Geschichte ein Teil meiner ist. Unser aller Geschichten bilden eine Einheit und erzählen die große Geschichte vom Erwachen der Menschheit. Ich glaube, dass wir auf eine Zeit zusteuern, die äußerst interessant sein wird. Ich glaube, dass die Menschen erwachen und dass in Zukunft ein Leben in Harmonie, Einklang und Mitgefühl auf diesem Planeten möglich ist - so, wie ich es in meinen Geschichten beschreibe. Manche mögen das für eine Utopie halten, aber genau davon handeln meine Geschichten. Nicht, weil ich es mir wünsche, sondern weil ich spüre, dass es passiert. Sowohl in "Euphoria" als auch in "Marin", "Götterkinder" und in den "Herz"-Romanen geht es um ein und dasselbe Thema: Das Erwachen der Menschheit. Und dies geschieht durch viele einzelne Personen, die aufwachen. Viele einzelne Geschichten, die vom Erwachen erzählen. Denn solche Geschichten entdecke ich auch in unserer Realität. Immer mehr Menschen, die aufwachen, immer mehr Mitgefühl, immer mehr Liebe - trotz der Turbulenzen.

Irgendwann ist, wie die XAINA in "Herz" berichten, eine kritische Masse von Menschen erreicht, die "wach" sind. Menschen, die sich nicht mehr von außen manipulieren lassen, die sich nicht mehr in die Spirale von Wut, Hass und Angst hineinziehen lassen und die in der Energie ihres Herzens bleiben. Wenn diese kritische Masse erreicht ist, gibt es kein Zurück mehr, denn dann geschieht der "Sprung". Der Aufstieg in eine neue Ebene des Seins. Einen solchen Sprung beschreibe ich sowohl in "Euphoria" als auch in "Herz". Und ich glaube, diese kritische Masse haben wir längst nicht nur erreicht, sondern überschritten. Wir sind mitten drin im Prozess der Wandlung, schreiten voran und lassen das alte, begrenzende, verstandesorientierte Denken hinter uns, um uns von unseren Herzen leiten zu lassen. Dass dieser Prozess turbulent und holprig ist, merken wir alle. Wir werden mit Katastrophen konfrontiert, die eine harte Probe für uns sind. Doch es gibt keinen Weg mehr zurück in den Hass und in die Wut. Stattdessen herrscht Mitgefühl in den wachen Herzen. Zwar auch ungeheurer Schmerz, doch auch grenzenlose Liebe.

Ich schreibe diesen Artikel nicht nur wegen der aktuellen, erschreckenden Ereignisse auf unserer Welt, sondern auch, weil ich daran erinnern möchte, dass wir hier eine große, gemeinsame Geschichte leben. Wir alle befinden uns auf individuellen Erkenntnisreisen, auf unterschiedlichen Wegen, in einzelnen Geschichten und keine ist wie die andere - doch wir bilden alle zusammen eine kollektive Geschichte, einen gemeinsamen Weg, den wir gehen, um zu uns selbst zurückzukehren. Das ist mir sehr deutlich bewusst geworden, als ich "DiVine" schrieb, wo alle meine Geschichten zu einer Einheit verschmelzen - zu einer großen Geschichte. Hier habe ich erkannt, wie alle Ereignisse aus "Euphoria" und "Herz" doch zusammengehörten und zusammenpassten. So unterschiedlich die Geschichten auch sind und so verschieden die Protagonisten/Menschen ihre Realität auch erleben, letztlich treten sie in DiVine alle in das neue Zeitalter ein. Das Zeitalter, in das auch wir eintreten. Jona nennt es das "Herz-Zeitalter".

Wir erleben unsere Realität alle unterschiedlich. Für die einen gibt es Mächte auf unserer Welt, die die Menschen in der Dunkelheit halten wollen. Ähnlich wie in "Herz". Für die anderen haben wir einfach nur vergessen, dass wir göttlich sind. So, wie in "Euphoria". Keiner hat Unrecht. Und keiner liegt richtiger, als der andere. Es gibt so viele Varianten von Realität, doch sie alle führen letztlich zum Erwachen, zur Rückkehr zu unserem wahren Selbst. Ich denke, dort führt alles letztlich hin.

Es kann auf dieser Reise stürmisch werden. Halten wir uns fest - am besten an unseren Herzen - und schreiten voran. Ich hoffe, dass ich mit meinen Geschichten eine Unterstützung bei dieser großen, kollektiven Geschichte bieten kann. Wir sind nicht allein auf unserer Reise.

Danke, dass ihr Teil der Wandlung seid! Danke für jede einzelne Geschichte, die Teil der großen Geschichte ist, die ich Erwachen nenne.

Namasté

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