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Botschaften aus "One" - Teil 2

Hier kommt der zweite Teil der Botschaften aus den Herz-Romanen. In diesen Blog-Artikeln möchte ich auf die Botschaften aus "Herz" hinweisen und dir so einen tieferen Einblick in die Geschichte ermöglichen.

 

~ Die Vampire: Sie symbolisieren das triebgesteuerte, egozentrische und rücksichtslose Verlangen als niederste Charaktereigenschaft des Menschen. Sie sind somit nicht nur mythische Kreaturen, die böse und blutrünstig sind, sondern stehen symbolisch in Zusammenhang mit dem Menschen. Sie sind der "negative" Pol unserer Selbst, die Abgründe unseres eigenen Verhaltens, Denkens und Fühlens. Sie sind - wie auch die anderen "bösen" Wesen der Geschichte - unsere eigenen Schatten. Sie verkörpern jedoch auch die Sehnsucht nach mehr Bewusstsein und Licht durch ihr Verlangen nach Blut. Blut hat in der Geschichte eine sehr tiefe Bedeutung. Es ist nicht nur die Substanz, die durch unsere Adern fließt, sondern die Essenz des Lebens und ein Träger von Information und Schwingung. Das Leben strebt immer nach Entfaltung. Daher ist die besondere Vorliebe der Vampire für das Blut von weit entwickelten Menschen symbolträchtig für ihr Streben nach höherem Bewusstsein und ihrer Sehnsucht, sich von ihrem niederen Ego zu befreien. Damit stehen sie für unser eigenes Streben, uns aus unseren Grenzen zu erheben, von unserem Ego zu befreien und wir selbst zu werden. Natürlich trinken wir kein Blut, aber wir fühlen uns zu allem hingezogen, das hoch schwingt. Allerdings können wir auch zu "Energievampiren" werden, wenn wir aus egozentrischen Gründen hoch schwingende Energie von anderen "stehlen".

~ NOX: Die dunklen Wesen werden in ihrer Gesamtheit "NOX" genannt. Nimmt man die Buchstaben auseinander, erhält man "No X" - was so viel bedeutet, wie "kein X". Das X steht in der Geschichte für die Einheit, also trägt der Name "NOX" die Bedeutung "keine Einheit", was für das Wesen des Teufels steht, der die Einheit fürchtet. Würden die Menschen erkennen, dass es nichts Anderes, als die Einheit gibt und das scheinbare Gegenteil dieser Einheit (Trennung/Dunkelheit/Leid) nur eine Illusion ist, wäre dies das Ende seiner Existenz. So sorgt er dafür, dass die Menschen weiterhin in der Trennung leben und die Dunkelheit als das Gegenteil des Lichts sehen, um seine (illusorische) Existenzgrundlage aufrechtzuerhalten.

~ XAINA: Die lichtvollen Engelwesen aus der Geschichte scheinen zunächst der Gegenpol des Bösen zu sein. Tatsächlich aber handelt es sich einfach nur um hoch entwickelte Wesen, die ihr wahres Selbst erkannt haben und dieses auch leben: Das Licht. Dieses Selbst strahlen sie so stark aus, dass die Dunkelheit (Schatten) keinen Zugang mehr zu ihnen hat. Sie haben erkannt, dass es außer ihrem wahren Selbst nichts Anderes gibt. Der Teufel, der sich für das Gegenteil des Lichts hält, kann ihnen nicht mehr nahe kommen, da er von ihnen als Illusion enttarnt wurde. Er befindet sich nun außerhalb ihrer Wahrnehmung und kann in ihrem Leben nicht mehr wirken. Die XAINA fungieren als Helfer für die Menschen, die noch in der Illusion der Polarität gefangen sind und einen Ausweg suchen. Da sie auf einer höheren Schwingungsebene existieren, werden sie von vielen Menschen (noch) nicht wahrgenommen. Nur wenn man sich selbst auf eine höhere Ebene begibt, kann man sie sehen. Ihr Erscheinungsbild ist auf Grund ihres inneren Leuchtens sehr schön, warm und liebevoll, da sie rein aus der Liebe handeln. Aus diesem Grund werden sie auch Engel genannt.

~ Die Schöpfung: Auch in "One" geht es um die Realität und wie man diese beeinflusst. Allerdings wird hier der Schwerpunkt mehr auf das Gesetz der Entsprechung gelegt, da erkannt wird, dass sich alles im Universum gegenseitig entspricht (wie im Großen, so im Kleinen - wie innen, so außen). Aus Goethes Werk "Faust" ist der Ausspruch des Teufels Mephistopheles bekannt: "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft." Um diese Kernaussage geht es auch in "One". Sie trägt die Erkenntnis, dass man immer das Gegenteil dessen erschafft, was man eigentlich will, da man in einem Zustand des Wollens in einem Mangel ist und die Realität diesem Mangel entsprechen muss. (Dies wird auch in "Euphoria" erkannt - Stichwort: Absicht) Der Teufel in "One" erschafft also mit seinem Wunsch das Böse und die Polarität aufrechtzuerhalten eigentlich genau das Gegenteil - er stärkt das Gute und verursacht das Erwachen der Menschheit. Auf dieses Erwachen steuert die Geschichte  immer weiter zu, bis der Teufel "den Sprung" nicht mehr aufhalten kann.

~ Der Sprung: Der Sprung in "One" ist der Evolutionssprung bzw. das kollektive Erwachen der Menschheit. Dieses Erwachen versucht der Teufel stets zu verhindern und greift dafür auf immer stärkere Maßnahmen zurück, da die Entwicklung und Entfaltung des Menschen mit der Zeit immer schwerer zu unterdrücken ist. Der Bruder des Teufels "Rece" erkennt, dass dieser Sprung nun nicht mehr aufzuhalten ist und gibt sich seinem Schicksal hin, aus der Wahrnehmung des Menschen zu verschwinden, während "Angor" noch um seine Existenz kämpft. Man sieht hier Parallelen zu unserer aktuellen weltlichen Situation. Die Bewusstwerdung und der Aufstieg des Menschen greift immer weiter um sich, während auch die Missstände immer größer werden. Letzten Endes muss die Dunkelheit der Herzenergie weichen, da immer mehr Menschen ihr wahres Selbst erkennen: Das Licht, aus dem sie bestehen.

~ Licht und Schatten: Diese Gegensätze existieren nicht. Man kann dies ganz leicht praktisch überprüfen, indem man ein Streichholz anzündet, es in einigen Zentimeter Abstand an die Wand hält und mit einer Taschenlampe das Streichholz anleuchtet. An der Wand wird nur das Streichholz selbst einen Schatten werfen. Nicht jedoch die Flamme. Eine Lichtquelle selbst wirft niemals einen Schatten. Nur wenn dem Licht etwas im Wege ist, entsteht ein Schatten. Ein Schatten hat also keine Existenzgrundlage, er ist nur ein Symptom, das entsteht, wenn sich dem Licht etwas in den Weg stellt. Licht kann hier auch durch das Wort "Bewusstsein" ersetzt werden. Da letztlich alles aus Licht/Bewusstsein besteht und alles Eins ist, gibt es eigentlich nichts, das sich dem Licht/Bewusstsein in den Weg stellen kann, da alles, was sich in den Weg stellt, ebenfalls aus Licht/Bewusstsein besteht - nur in einer anderen Weite/Frequenz bzw. in unterschiedlicher "Stärke". Erkennt man dies, verliert der Schatten als "Gegenteil" von Licht seine Bedeutung. In der Geschichte erkennen die "Guten" schließlich die wahre Natur des "Bösen", wodurch es sich letztendlich auflösen muss, da seine Illusion aufgedeckt wurde. Schatten ist also nicht das Gegenteil von Licht, sondern nichts Anderes als Wenig-Licht oder Wenig-Bewusst.

~ Auf die Realität einwirken: Mia und ihre Freunde erkennen im Laufe der Geschichte, dass sie die Welt/die Realität nicht verändern können, indem sie das Böse bekämpfen. Im Gegenteil - sie machen das Böse durch ihren Kampf stärker. Dies ist eine der wichtigsten Botschaften aus "One". Die Realität muss ihnen entsprechen. Wenn sie gegen das Böse kämpfen, befinden sie sich in einem Widerstand, einem Zustand des Leids und des Mangels. Die Realität muss diesem Widerstand entsprechen und erneut Situationen entstehen lassen, die weiterhin ihre Gefühle und Seinszustände hervorrufen. Ganz deutlich wird ihnen dies bei ihren Begegnungen mit den Schatten bewusst, die immer mehr an Kraft und Größe zunehmen, je mehr sie sich gegen die Dunkelheit wehren. Am deutlichsten wird dies durch Mias letzte Begegnung mit dem Bösen in Form von Angor gezeigt. Hier jedoch erkennt man, was geschieht, wenn dieser Kampf aufhört. Mia erkennt die Wahrheit, löst ihren Widerstand auf und begibt sich in einen Zustand der Liebe. Augenblicklich verliert die Dunkelheit ihre Existenzgrundlage und verschwindet. Was übrig bleibt, ist Mias inneres Leuchten. Auch diesem Leuchten und ihrer Liebe muss die Realität entsprechen. Auf unser Leben übertragen bedeutet dies, dass die Realität sich erst dann wandelt, wenn wir uns wandeln. Der Mangel und das Leid verschwinden erst, wenn sie in uns verschwunden sind und wir erkennen, dass Mangel nur ein Nicht-Fühlen von Fülle ist, Leid nur ein Nicht-Fühlen von Liebe und Dunkelheit nur ein Nicht-Wahrnehmen von Licht. Und meist ist es unser eigenes Licht, das wir nicht wahrnehmen.

Ende von Teil 2