Euphoria-Challenge 2 - Tag 7

Gestern habe ich mich intensiv in das Gefühl der Gesundheit hinein versetzt und mir aufgelistet, was ich an diesem Gefühl liebe. Das war ziemlich interessant, weil doch mehr dabei zum Vorscheint gekommen ist, als ich dachte.

Wichtig bei dem ganzen Spiel ist aber auch, dass man das vermeintliche Gegenteil - also die Krankheit - nicht ablehnt oder gar hasst. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass es absolut sinnvoll und gut ist, die Krankheit des Körpers anzunehmen. Egal, was es ist. Viele sagen, dass Krankheiten eine Botschaft mitbringen, dass sie einem etwas sagen bzw. bewusst machen wollen.

Ich sehe es eher so, dass der Körper nicht von Geist und Seele getrennt betrachtet werden kann. Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit und was in der Seele (oder der Psyche) passiert, passiert auch im Körper - und umgekehrt. Unsere Zustände sind nicht einfach nur körperliche Zustände, geistige oder seelische Zustände - es sind Zustände der Gesamtheit. Und wenn der Körper krank ist, ist das gesamte System krank. Das erkennt man zum Beispiel daran, dass man richtig depressiv werden kann, wenn man sich falsch ernährt. Unsere Ernährung beeinflusst unser Nervensystem und damit unsere Psyche und unseren Geist, unsere Seele, unsere Emotionen...

Es ist nicht so dass der Geist über die Materie herrscht. Denn Materie gibt es nicht. Alles ist Geist! Alles ist Information. Und wenn ich schädliche Nahrung in mich rein tue, ist das eine Information, die ich meinem Körper eingebe. Sie wird verarbeitet und aufgenommen. Genauso ist es mit Ereignissen, Situationen, Umständen usw. Wenn sie mir nicht gut tun, ist es besser, sie mir nicht einzuverleiben und einen der 3 Schritte zu gehen: Die Situation vollständig akzeptieren, sich daraus entfernen oder sie verändern. Ist keiner der drei Schritte möglich oder weigere ich mich, einen der drei Schritte zu tun, werde ich krank. Meine Seele, meine Psyche, mein Geist leidet und dieses Leid wirkt sich auf mein ganzes Sein aus. Genauso ist es, wenn ich meinem Körper schädliche Nahrung zuführe. Es ist dasselbe Prinzip.

 

Nichts davon kann also getrennt voneinander betrachtet werden. Es bildet eine Einheit und deshalb muss Heilung auch ganzheitlich betrachtet werden. Krankheit kann eine Botschaft sein, ja. Aber sie sagt einem grundsätzlich immer nur dasselbe: Irgendetwas schadet mir! Ob es ein Trauma ist, eine falsche Ernährung, eine seelische Belastung, permanente negative Gedanken, eine ungesunde Beziehung, Giftstoffe, die man aus der Umwelt aufnimmt... Es kann alles Mögliche sein. Aber klar ist: Etwas schadet mir. Und es ist meine Aufgabe, das zu beheben. Krankheit ist nicht etwas, das man weg machen muss. Es ist nur eine Reaktion vom Körper. Er versucht sich zu heilen. Und er ergreift verschiedenste Maßnahmen dafür. Ob es die Psyche ist, die geheilt werden muss, oder der Körper - immer werden Maßnahmen vom gesamten System ergriffen, um zu heilen. Nicht nur unser Körper ist auf Selbstheilung programmiert, sondern auch unsere Psyche. Deswegen entstehen Traumata. Um zu schützen.

 

Wenn wir also krank sind, ist das nichts Böses. Es ist ein Heilungsprozess. Und diesen müssen wir einfach nur unterstützen, indem wir unserem Körper und Geist, unserer Psyche und allem, was wir sind, die Möglichkeiten und Kapazitäten bieten, um die Heilung zu vollziehen.

Ich betrachte Krankheit schon lange nicht mehr als etwas Schlimmes. Und ich fand es wichtig, heute darüber zu schreiben, da wir gestern die Gesundheit so sehr gemocht haben und das Ganze aber jetzt nicht umkippen soll, weil man statt Gesundheit die Krankheit hasst. Da gibt es nichts zu hassen. Es ist nur etwas aus dem Gleichgewicht geraten und der Körper versucht es wieder ins Lot zu bringen. Wir sollten ihn dabei unterstützen, wo wir nur können. Mit positiven Gedanken, mit Meditation, mit Euphoria, mit gesunder Ernährung, mit Spaß!

 

Vielleicht ist dieser Tag gut dazu geeignet, sich einmal ganz bewusst zu machen, dass Krankheit nichts Böses ist. Ich bin schon schwer krank gewesen und habe in dieser Phase meines Lebens gelernt, dass Krankheit nicht schlimm ist. Sie ist nur eine ganz natürliche Reaktion auf etwas. Nikolas sagt in "Euphoria", dass man eine Situation als das betrachten sollte, was sie ist: Als völlig neutralen Realitätszustand. Nicht gut und nicht schlecht. Es IST einfach. Genauso ist es auch mit Krankheiten. Sie sind nicht angenehm, aber sie SIND einfach. Weil sie Ursachen haben.

 

Natürlich ist es schwierig, eine Krankheit nicht abzulehnen, wenn man sich miserabel fühlt. Natürlich möchte man sich wieder gut fühlen und gesund sein. Aber wie bei allen Dingen, wird auch die Krankheit nicht durch die Ablehnung verschwinden. Im Gegenteil. Sie wird dadurch aufrechterhalten. Der erste Schritt, um gesund zu werden, ist denke ich, das Verstehen. Und wenn man den Grund für das Entstehen der Krankheit noch nicht kennt und versteht, sollte man zumindest verstehen, dass es Ursachen und Gründe für die Krankheit gibt und sie nicht aus Böswilligkeit da ist, oder um einen zu quälen. Verständnis und Akzeptanz sind sehr wichtig.

 

Widmen wir uns heute noch mal diesem wichtigen Thema. Krankheit ist nichts Böses. Sie muss nicht vernichtet werden, sondern der Körper (das ganze Sein) muss einfach im Prozess der Heilung unterstützt werden. Man sollte also in den positiven Aspekt investieren (die Gesundheit) und nicht in den Kampf (gegen die Krankheit). Hier sieht man wieder, wo der Fokus liegt. Richten wir den Fokus auf die Heilung/Gesundheit und nicht auf den Kampf.

 

Ich wünsche uns einen wundervollen Tag!