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Die Wahl der Variante

Der Autor Neale Donald Walsh hat das Leben treffend als "Computerschach" bezeichnet. Alle möglichen Schachzüge sind vom Computer bereits durchdacht und im Programm gespeichert. Man selbst ist nur der Akteur, der sich für den einen oder den anderen Schachzug entscheidet.

Alle unsere Schachzüge (unsere Entscheidungen, Handlungen, Gedanken, Gefühle, Worte ...) sind bereits im Programm (im Variantenraum) gespeichert. Jede mögliche Abfolge von Auswirkungen, die unser Schachzug (Handeln) hat, ist vom Programm (Leben) bereits durchdacht. Jede Zeitlinie, jedes Ziel, jede mögliche Variante einer Realität existiert bereits. Jede Erfüllung eines Wunsches ist bereits vorhanden, jeder Schachzug dorthin schon längst geschehen. In jedem Moment existieren unendliche Möglichkeiten für uns, wie wir handeln, denken, fühlen, sprechen und entscheiden und jede dieser Möglichkeiten führt uns in andere Varianten der Realität. Jede Entscheidung, selbst wenn sie noch so klein ist, ist ein Schachzug und führt in eine andere Variante. Doch all diese Varianten existieren bereits. Wir treffen nur die Wahl.

Wir entscheiden, wo es lang geht. In jedem Moment entscheiden wir uns für eine Variante, die wiederum unendliche Möglichkeiten beinhaltet. Jeder Schachzug bietet eine neue Perspektive und neue Auswahlmöglichkeiten. Wir brauchen nichts zu erschaffen, denn jede Schöpfung ist bereits vorhanden. Wir müssen nur auswählen und entsprechend handeln - wir müssen die Schachzüge machen. Unser Befinden trägt maßgeblich dazu bei, welche Wahl wir treffen. Sind wir in einer negativen Schwingung, sehen wir meist kaum Handlungsspielraum und manövrieren uns in negative Varianten hinein. Sind wir jedoch in einer positiven Schwingung, werden wiederum andere Varianten sichtbar und wir bewegen uns auf einer positiven Linie entlang.

Wir bewegen uns durch diesen Variantenraum hindurch und treffen in jedem Moment die Wahl, in welche Richtung wir weitergehen. Das heißt, dass wir in jedem Moment die Wahl haben, die Variante zu ändern. Von negativ zu positiv. Vom Unglücklichsein zum Glücklichsein. Von Mangel zu Fülle. Wir entscheiden. Jede Möglichkeit ist bereits vorhanden. Dass wir etwas nicht können, nicht klug genug für etwas sind, nicht hübsch genug oder großartig genug, ist eine Begrenzung, die wir uns selbst auferlegen. Dem Variantenraum ist es egal, wie wir denken. Er bietet nur die Möglichkeiten an. Wo wir entlang gehen, ist unsere Wahl.

Wir können sofort eine neue Variante wählen. Einen neuen, unerwarteten Schachzug machen. Wir entscheiden, ob wir jetzt in diesem Moment Glück fühlen wollen oder Wut, Angst, Hass. Wir entscheiden, ob wir uns selbst wichtig genug sind, von nun an positive Varianten zu wählen, ob wir es uns wert sind, Glück zu erleben. Die Möglichkeiten sind da. Wir müssen nur entscheiden. Die Erfüllung unserer Wünsche ist bereits vorhanden. In einer dieser Varianten oder sogar in mehreren ist der Wunsch schon erfüllt. Wir müssen nur die entsprechenden Schachzüge machen. Schachzüge aus negativen Schwingungen heraus werden uns nicht dorthin führen. Um zum Glück zu gelangen, müssen wir glückliche Züge machen, unserem Herzen vertrauen und auf unser Gefühl hören. Wir sollten in einer positiven Schwingung sein, um gute Entscheidungen für uns treffen zu können. Unser Verstand kann uns meistens gar nicht sagen, welcher Schachzug jetzt sinnvoll wäre. Das kann nur unser Gefühl. Unsere Intuition. Unser Herz weiß genau, wie wir an unser Ziel kommen und welche Schachzüge wir dafür machen müssen. Lernen wir, darauf zu lauschen.

Wir haben jederzeit die Wahl. Schöpfung bedeutet: Das Ziel anzuvisieren (Fokus) und die entsprechenden Schachzüge zu machen. Entsprechend, das bedeutet: Der Schwingung der Erfüllung entsprechend. Die Schwingung der Erfüllung ist eine positive Schwingung, kurz: Glücksgefühle. Wenn wir mit diesen Gefühlen durch unseren Variantenraum gehen (durchs Leben), ihnen folgen und nach ihnen handeln, werden wir automatisch zu den glücklichen Realitätsvarianten geführt. Es ist nicht nötig, weiterhin zu wünschen und uns nach der Erfüllung unserer Wünsche zu sehnen. Denn die Erfüllung existiert bereits im "Spiel". Sie ist als Variante gespeichert und muss nicht erst erschaffen werden. Wir müssen uns nur dafür entscheiden. Und schließlich müssen wir die entsprechende Richtung einschlagen.

Danke an Neale Donald Walsh für den Vergleich mit dem Schachspiel, der mich zu diesem Artikel inspiriert hat!